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HT Group informiert bayerische Landtagsfraktion der Freien Demokraten über Luftführungs- und Filtersysteme Upwind 900 und die Errichtung des neuen Labors

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Alexander Muthmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten im bayerischen Landtag, sowie der Landtagsabgeordnete für die Oberpfalz Christoph Skutella, besuchten das Institut für Virologie an der TU München, um sich über Möglichkeiten der Vermeidung von Corona-Infektionen in geschlossenen Räumen, sowie über die enorme Verkürzung von Bauzeiten für Forschungseinrichtungen am Beispiel des neuen Institutsgebäudes für automatisierte Corona-Tests zu informieren.

Prof. Dr. Ulrike Protzer, Professorin am Lehrstuhl für Virologie an der Technischen Universität München, Dr. Axel Müller, Lead Expert Contamination Control des Münchener Weltraumunternehmens OHB Systems AG und Claus Schweinheim, Geschäftsführer der HT Lab Tec GmbH  informierten über das Luftführungs- und Filtersystem Upwind 900  und das neue Laborgebäude an der TU München.

Das neuartige Luftführungs- und Filterkonzept Upwind 900 wurde von einem Kooperations-Netzwerk, bestehend aus Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), TU München, Helmholzzentrum für Virologie, OTH Amberg-Weiden, OHB Systems AG und HT Group entwickelt. Das System soll gleichzeitig Schüler und Lehrkräfte im Klassenraum vor ausgeatmeten Aerosolen einer unbekannten permanenten Infektionsquelle schützen. Die potentiell virenbelastete Luft wird gezielt filtriert und eine unkontrollierte Durchmischung im Raum wird vermieden. Das System basiert auf einer anderen Lösung, als klassische Luftreiniger, die zwar mittels HEPA-Filtration die Luft reinigen, jedoch im Verdacht stehen die Virenlast quer durch den Raum an allen Anwesenden vorbei zu verteilen. Das System macht sich dabei den Aufstieg warmer Luft zu nutzen, um zwischen Personen einen Schutzvorhang aus gefilterter Luft zu realisieren. Die ausgeatmete Luft enthält Aerosole, die wärmer sind als die Umgebung und zur Decke streben. Dort wird die Luft in ein Rohrsystem eingesaugt und weiter in ein Filtersystem geleitet. Die gefilterte Luft wird dabei mit geringer Strömung wieder in den Raum eingebracht.

Zur Zeit läuft im Seminarraum des Instituts für Virologie an der TU München eine Studie über das Luftführungs- und Filtersystem. Das Team um Frau Professor Dr. Ulrike Protzer überprüft u.a. die biologische Filterbelastung im Langzeitgebrauch - und es sorgt ganz praktisch parallel für ein stark vermindertes Infektionsrisiko des Institutsbetriebs.

Anschließend besuchten alle das neue Laborgebäude. Die HT Group konnte das Labor innerhalb von 10 Wochen fertigstellen. Das Gebäude wurde in sogenannter Modulbauweise mit einem Vorfertigungsgrad von fast 90% hergestellt, so dass die komplette Aufstellung in München dann innerhalb von 36 Stunden erfolgen konnte. Es werden nun wöchentlich mit einem neuartigen Vollautomaten bis zu 1500 PCR-Tests an der TU München durchgeführt.  

Die Abgeordneten zeigten sich beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der bayerischen Forschungslandschaft und den Möglichkeiten einer HT Group und planen den begonnen Dialogfaden mit allen Beteiligten weiter zu vertiefen.

Upwind 900 an der TU München

v.l.n.r.: Christoph Skutella / MdL, Dr. Axel Müller / OHB Systems AG, Prof. Dr. Ulrike Protzer / TU München, Claus Schweinheim / HT Lab Tec GmbH und Alexander Muthmann / MdL (Foto: Gregor Ebert / TU-München)

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