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Vertikales Lüftungskonzept verringert Virenlast in Räumen



Gebündelte Kräfte aus Raumfahrt- und Medizintechnik

Mit einem Konzept für ein wirksames Filtersystem für Räume wollen die OHB System AG, ein Tochterunternehmen des Technologie- und Raumfahrtkonzerns OHB SE, und die auf den Ausbau von Operationsräumen, Laboren und Patientenzimmern spezialisierte HT Group einen Beitrag zur Eindämmung des Corona-Virus leisten: Upwind 900 ist ein Nachrüstsatz, mit dem die Virendichte (Corona und Grippe) und damit das Übertragungsrisiko in Räumen reduziert werden kann.

Wir wollen mit einem vertikalen Lüftungskonzept potentiell virenbelastete Luft gezielt schnell filtrieren und eine unkontrollierte Durchmischung im Raum vermeiden", bringt es Dr. Axel Müller, Cleanliness-Experte bei der OHB System AG auf den Punkt. Große bauliche Umbaumaßnamen sind für die Installation des Nachrüstsatzes nicht notwendig.

 

Der aufsteigende Luftstrom schützt Menschen in der Umgebung

Der sanfte, mit geringer Geschwindigkeit bewegte und gefilterte Luftstrom wird unten in den Raum eingebracht und strömt aufgrund der durch den Menschen induzierten Auftriebsströmung an den Personen entlang nach oben Richtung Zimmerdecke. Zwischen dem Kopf als Aerosolquelle und der Absaugeinrichtung an der Decke erfolgt eine gerichtete ungestörte Luftströmung. Dieser Effekt wird unterstützt, da die ausgeatmete Luft wärmer ist, als die Umgebungsluft. "Beim OHB-HT-Konzept strömen die erwärmte, aufsteigende Luft und die eingebrachte, gefilterte Luft parallel nach oben. Eine horizontale Verteilung der Luft zur benachbarten Person ist deutlich reduziert. Es entsteht quasi eine Trennwand aus Reinstluft", fasst Dr. Müller zusammen.

Thomas Fritsch ist seit mehr als 25 Jahren bei der HT Group für den Bau von Operationsräumen und Hochsicherheitslaboren zuständig: "Die von uns gewählte Umsetzung resultiert aus der jahrzehntelangen Erfahrung der HT Group mit Filter- und Lüftungssystemen wie sie in Hygienebereichen zur Erzeugung von keimarmer Luft eingesetzt werden." 
 

Wissenschaftliche Messkampagne bestätigt Konzept

Das Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen kann auf eine mehr als zehnjährige Expertise für Lüftungssysteme zurückgreifen. Dr. Andreas Westhoff hat die erste, mehrtägige Phase der Messkampagne betreut: "Die Untersuchung des OHB-HT-Raumlüftungskonzepts hat gezeigt, dass mit Hilfe des getesteten Prototypen eine stabile Strömung vom Menschen direkt zur Absaugung realisiert werden kann. Die vom Menschen erzeugte Auftriebsströmung unterstützt diesen Effekt. Eine unkontrollierte Ausbreitung von viren- und bakterienbelasteten Aerosolen aus der Atemluft wird reduziert. Außerdem wird die virenbelastete Luft effektiv der Filteranlage zugeführt."

"Wir haben ein Klassenzimmer, ein Wartezimmer, einen Gastro-Bereich sowie Kinobestuhlung simuliert. Der jeweils bestimmte Frischluftanteil im Gesichtsbereich und der Abtransport verbrauchter Luft zeigen, dass die Gefährdung des Nächsten stark reduziert wurde", berichtet Axel Müller. Das Konsortium plant den Praxistest in einer Schule, einem Seminarraum oder einem Restaurant.  
 

   

Das Upwind 900-Konsortium

Als Raumfahrt-Systemhaus bildet die OHB System AG das Rückgrat hinsichtlich Koordination der Umsetzung sowie der Simulation, Auslegung und experimentellen Verifikation. Mit der Expertise in Design und Bau von Lüftungskonzepten in Laborräumen, Patientenzimmern und OP-Sälen gibt es bei der HT Group eine Vielzahl an Konzepten und Manpower für die Umsetzung des OHB-HT-Konzeptes vor Ort.Als Lieferant von Reinraumtextilien sowie der Expertise in Textildesign und der dazugehörigen Aufbereitungskette hat DASTEX bereits Reinraumeinhausungen, Luftverteilungssysteme und dergleichen mit und für OHB realisiert.

Nähere Informationen zu den Messungen am DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik bietet die Pressemeldung des DLR vom 03.11.2020
www.dlr.de/content/de/artikel/news/2020/04/20201103_dlr-testet-filtersystem-zur-verringerung-der-virenlast-in-raeumen.html

Ansprechpartnerin für Medien und Anfragen bei unserem Partner HT Group ist Frau Yvonne Brühmann.

Kontaktdaten: 
Yvonne Brühmann 
Telefon: +49 9177 98 116 
Mail: Yvonne.bruehmann@htgroup.de

Beschreibung und Einsatz der Fast-Track-Isolierstation

Als Hersteller und Projektierer von Operationsbereichen, Intensivstationen und Sterilisationen im Hospitalbau sowie von Sicherheitslaboren in Forschungsgebäuden bieten wir auch die Kombination aus diesen beiden Anforderungen an. So konnten wir bereits viele Isolierzimmer und Isolierstationen in Krankenhäusern und auch Hochsicherheits-Isolierstationen als Funktionseinheit weltweit realisieren.

Motiviert durch die Corona-Krise haben wir neue Funktionseinheiten für die Isolation und intensivmedizinische Behandlung entworfen, die auch die Patienten-, Personal- und Entsorgungswege organisieren. Mit vorgefertigten Modulen einschließlich Komplettausstattung ist es möglich, die Kapazität an Isolierbereichen und Intensivstationen zu erweitern – kurzfristig und kosteneffizient.

 

Unsere Lösung im Detail

· Isolierzimmer oder Intensivzimmer, je nach Anforderung:
   - auch als Isolierstation oder Intensivstation mit Schleuse
   - optional mit Patientenbad

· Analyse-Labor

· Personalbereich

· Entsorgungs- und Desinfektionsbereich


Beides ist derzeit besonders wichtig: Patienten im Verdachtsfall und bei leichten Symptomen zu isolieren, und gleichzeitig Patienten mit schweren Symptomen die erforderliche, intensivmedizinische Behandlung zukommen zu lassen.

Wir produzieren die Funktionseinheiten in unserem eigenen Werk in Heideck (Mittelfranken), um sie danach zu ihrem künftigen Einsatzort zu transportieren und – je nach Weltregion – mit unseren Monteuren zu installieren. Dadurch werden die Abhängigkeiten von langen Lieferketten und Dienstleistern erheblich reduziert. Das vorgefertigte und flexible Gestaltungskonzept ermöglicht die einfache Anpassung an das Krankenhausgebäude und vermeidet lange Bauzeiten, wie sie beim klassischen Bau zu erwarten wären.

Die Lösung eignet sich ab Losgröße 1. Es besteht die Möglichkeit, bis zu 100 Funktionseinheiten kurzfristig zu realisieren. Dabei bieten die fertigen Einheiten die gewohnte, höchste Qualität und erfüllen ihre Funktion im Krankenhausbetrieb für mindestens 25 Jahre.

Konzeptbroschüre – vorgefertigte Fast-Track-Isolierstation mit analytischer Laboreinheit in Stahlbauweise

Konzeptbroschüre – vorgefertigte Fast-Track-Isolierstation mit analytischer Laboreinheit in Betonbauweise

  

 

 

Zukunftsweisend durch internationale Präsenz